Gewerberecht

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    Gewerberechtliche Zuverlässigkeit

    Gewerberechtliche Zuverlässigkeit ist die auf Tatsachen gestützte Prognose, dass ein Gewerbetreibender sein Gewerbe künftig ordnungsgemäß, insbesondere im Einklang mit Rechtsordnung und Schutzinteressen der Allgemeinheit, ausüben wird. Unzuverlässig ist, wer nach dem Gesamteindruck seines Verhaltens keine hinreichende Gewähr dafür bietet. Maßgeblich sind Art, Zahl, Dauer und Gewicht festgestellter Pflichtverstöße, nicht eine moralische Bewertung. Steuer- und Sozialabgabenrückstände,…

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    Wiedergestattung der Gewerbeausübung

    Die Wiedergestattung der Gewerbeausübung ist die behördliche Aufhebung der Wirkungen einer bestandskräftigen Gewerbeuntersagung für die Zukunft. Nach § 35 Abs. 6 GewO kann der frühere Gewerbetreibende beantragen, ihm die persönliche Ausübung des Gewerbes wieder zu gestatten, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass seine Unzuverlässigkeit entfallen ist. Regelmäßig ist eine einjährige Wartezeit vorgesehen; bei besonderen Gründen…

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    Gaststättenrecht

    Gaststättenrecht regelt den Betrieb von Gaststätten, insbesondere den gewerbsmäßigen Ausschank von Getränken und die Abgabe zubereiteter Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle. Es dient dem Schutz von Gästen, Nachbarschaft, Jugend und öffentlicher Sicherheit. Je nach Bundesland gelten das Gaststättengesetz des Bundes oder eigene Landesgesetze. Hinzu kommen Gewerbe-, Lebensmittel-, Bau-, Immissionsschutz-, Jugendschutz- und Nichtraucherschutzrecht sowie…

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    Handwerksrecht

    Handwerksrecht regelt die selbstständige Ausübung handwerklicher Tätigkeiten, die Organisation des Handwerks und die berufliche Bildung in Handwerksberufen. Zentrale Grundlage ist die Handwerksordnung. Sie unterscheidet zulassungspflichtige, zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerbe. Für zulassungspflichtige Handwerke ist grundsätzlich die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Kammern, Innungen, Meisterprüfung, Ausbildung und Betriebsleitung gehören ebenfalls zum Regelungsbereich. Das Rechtsgebiet verbindet Gewerbefreiheit mit…

  • Ladenschlussrecht

    Ladenschlussrecht regelt, zu welchen Zeiten Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden geöffnet sein dürfen. Nach der Föderalismusreform liegt die Gesetzgebung überwiegend bei den Ländern, weshalb Öffnungszeiten und Ausnahmen regional unterschiedlich sind. Typische Regelungsgegenstände sind Sonn- und Feiertagsschutz, verkaufsoffene Sonntage, besondere Verkaufsstellen und Beschäftigung von Arbeitnehmern. Das Recht berührt Gewerbefreiheit, Berufsfreiheit, Wettbewerbsbedingungen sowie den verfassungsrechtlich…

  • Spielhallenrecht

    Spielhallenrecht regelt Errichtung und Betrieb gewerblicher Spielhallen, in denen Geld- oder Warenspielgeräte aufgestellt werden. Die Materie verbindet Gewerberecht, Glücksspielrecht, Jugendschutz, Bau- und Immissionsschutzrecht. Neben § 33i GewO und der Spielverordnung gelten insbesondere Landesgesetze und der Glücksspielstaatsvertrag. Typische Anforderungen betreffen Erlaubnis, Zuverlässigkeit, Sozialkonzept, Spielerschutz, Sperrsysteme, Mindestabstände, Werbebeschränkungen, Öffnungszeiten und Zahl der Geräte. Die konkreten Anforderungen unterscheiden…

  • Bewachungsgewerbe

    Bewachungsgewerbe ist die gewerbsmäßige Bewachung fremden Lebens oder Eigentums. Wer ein solches Unternehmen betreiben will, benötigt grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34a GewO. Betreiber und eingesetzte Wachpersonen müssen zuverlässig sein; je nach Tätigkeit sind Unterrichtung oder Sachkundeprüfung erforderlich. Zusätzlich gelten Bewachungsverordnung, Datenschutz-, Waffen-, Arbeits- und Strafrecht. Besonders sensible Aufgaben wie Kontrollgänge im öffentlichen Raum oder…

  • Maklererlaubnis

    Die Maklererlaubnis ist eine gewerberechtliche Zulassung nach § 34c GewO für bestimmte Vermittlungs- und Nachweistätigkeiten, insbesondere bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, Wohnräumen, Darlehen und einzelnen Bauträger- oder Baubetreuerleistungen. Antragsteller müssen vor allem persönlich zuverlässig sein und geordnete Vermögensverhältnisse besitzen. Die Erlaubnis ersetzt weder Gewerbeanmeldung noch besondere fachrechtliche Zulassungen. Für einzelne Vermittlungsbereiche, etwa Immobiliardarlehen oder Versicherungen, gelten…

  • Gewerbeordnung (GewO)

    Die Gewerbeordnung, abgekürzt GewO, ist das zentrale Bundesgesetz für die Ausübung gewerblicher Tätigkeiten in Deutschland. Sie beruht auf dem Grundsatz der Gewerbefreiheit, ordnet aber Anzeigen, Erlaubnisse und besondere Überwachung für bestimmte Tätigkeiten an. Geregelt werden unter anderem Gewerbeanmeldung, Untersagung wegen Unzuverlässigkeit, Reisegewerbe, erlaubnispflichtige Vermittler und Bewachungsgewerbe. Ergänzend gelten Spezialgesetze, Landesrecht und kommunale Zuständigkeitsvorschriften. Damit prägt…

  • Gewerbe

    Ein Gewerbe ist grundsätzlich jede erlaubte, selbstständige, auf Dauer angelegte und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübte Tätigkeit, die weder Urproduktion noch freier Beruf oder bloße Verwaltung eigenen Vermögens ist. Der Begriff dient vor allem der Abgrenzung im Gewerbe-, Steuer- und Handelsrecht. Seine genaue Bedeutung kann je nach Gesetz variieren. Gewerbliche Tätigkeiten unterliegen regelmäßig der Anzeigepflicht und gegebenenfalls…