Versicherer

Versicherer ist das Unternehmen, das aufgrund eines Versicherungsvertrags ein bestimmtes Risiko übernimmt und beim Eintritt des versicherten Ereignisses die vereinbarte Leistung schuldet. Für diese Risikoübernahme erhält es die Versicherungsprämie. Versicherer benötigen grundsätzlich eine aufsichtsrechtliche Erlaubnis und unterliegen staatlicher Finanzaufsicht. Im Vertragsverhältnis treffen sie insbesondere Beratungs-, Informations-, Dokumentations- und Leistungspflichten nach dem Versicherungsvertragsgesetz.

Rechtliche Bedeutung

Der Versicherer kalkuliert und bündelt Risiken einer Vielzahl von Versicherungsnehmern. Seine Hauptpflicht besteht darin, berechtigte Ansprüche nach Eintritt des Versicherungsfalls zu prüfen und vertragsgemäß zu erfüllen. Je nach Sparte zahlt er Geld, stellt von Ansprüchen frei oder übernimmt Kosten.

Voraussetzungen und Folgen

Der Versicherer darf Leistungen nur auf gesetzlicher oder vertraglich wirksamer Grundlage ablehnen oder kürzen. Bei Beratungsmängeln, verzögerter Regulierung oder unberechtigter Leistungsverweigerung können zusätzliche Ansprüche entstehen. Versicherungsbedingungen unterliegen Transparenzgebot und AGB-Kontrolle.

Beispiel

Nach einem Haftpflichtschaden prüft der Versicherer die Haftung, wehrt unbegründete Forderungen ab und stellt den Versicherungsnehmer von berechtigten Ansprüchen des Geschädigten frei.

Häufige Fragen

Ist eine Versicherung immer ein privates Unternehmen?

Im privaten Versicherungsvertragsrecht regelmäßig ein zugelassenes Versicherungsunternehmen; Sozialversicherungsträger folgen dagegen öffentlich-rechtlichen Regeln.

Darf der Versicherer jeden Antrag annehmen oder ablehnen?

Grundsätzlich besteht Vertragsfreiheit, soweit keine gesetzlichen Annahmepflichten oder Diskriminierungsverbote entgegenstehen.

Verwandte Begriffe

Versicherungsnehmer, Versicherungsschutz, Versicherungsleistung

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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