Verfassungsrecht

  • Vermittlungsverfahren

    Vermittlungsverfahren bezeichnet das Verfahren zur Suche nach einem Kompromiss zwischen Bundestag und Bundesrat bei einem Gesetzgebungskonflikt. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder politische Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der…

  • Senat des Bundesverfassungsgerichts

    Senat des Bundesverfassungsgerichts bezeichnet einen der beiden Spruchkörper des Bundesverfassungsgerichts mit jeweils acht Richtern. Er gehört zum Verfassungs- und Staatsorganisationsrecht und ordnet Zuständigkeiten, Verfahren oder Kontrollbefugnisse öffentlicher Gewalt. Seine Anwendung ist an demokratische Legitimation, föderale Kompetenzgrenzen und rechtsstaatliche Sicherungen gebunden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff sichert damit Kompetenzordnung,…

  • Richteranklage

    Richteranklage bezeichnet ein verfassungsgerichtliches Verfahren gegen einen Bundesrichter wegen Verletzung der verfassungsmäßigen Ordnung oder der Verfassung eines Landes. Er gehört zum Verfassungs- und Staatsorganisationsrecht und ordnet Zuständigkeiten, Verfahren oder Kontrollbefugnisse öffentlicher Gewalt. Seine Anwendung ist an demokratische Legitimation, föderale Kompetenzgrenzen und rechtsstaatliche Sicherungen gebunden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der…

  • Staatszielbestimmung

    Staatszielbestimmung bezeichnet eine Verfassungsnorm, die dem Staat ein dauerhaft zu verfolgendes Ziel vorgibt, ohne regelmäßig unmittelbar einen individuellen Leistungsanspruch zu begründen. Er ist für die demokratische Legitimation, Funktionsfähigkeit und Kontrolle staatlicher Organe von besonderer Bedeutung. Zugleich bestimmt er Rechte, Verfahren oder institutionelle Grenzen innerhalb der parlamentarischen Demokratie. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem Grundgesetz, dem…

  • Relative Mehrheit

    Relative Mehrheit bezeichnet eine Mehrheit, bei der ein Vorschlag mehr Stimmen erhält als jeder andere Vorschlag, ohne zwingend mehr als die Hälfte aller Stimmen zu erreichen. Er gehört zu den wichtigen Regeln des parlamentarischen Regierungssystems und bestimmt Verfahren, Zuständigkeiten oder Kontrollbeziehungen zwischen Bundestag und Bundesregierung. Seine konkrete Ausgestaltung muss demokratische Legitimation und Funktionsfähigkeit staatlicher Organe…

  • Geschäftsordnung der Bundesregierung

    Geschäftsordnung der Bundesregierung bezeichnet das Regelwerk für Organisation, Beratung und Beschlussfassung innerhalb der Bundesregierung. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff prägt damit…

  • Notstandsverfassung

    Notstandsverfassung bezeichnet die Gesamtheit verfassungsrechtlicher Regeln für außergewöhnliche Gefahrenlagen. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder politische Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff prägt damit die Organisation, Verantwortlichkeit und…

  • Kammer des Bundesverfassungsgerichts

    Kammer des Bundesverfassungsgerichts bezeichnet einen aus drei Richtern bestehenden Spruchkörper eines Senats des Bundesverfassungsgerichts. Er gehört zum Verfassungs- und Staatsorganisationsrecht und ordnet Zuständigkeiten, Verfahren oder Kontrollbefugnisse öffentlicher Gewalt. Seine Anwendung ist an demokratische Legitimation, föderale Kompetenzgrenzen und rechtsstaatliche Sicherungen gebunden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff sichert damit Kompetenzordnung,…

  • |

    Absolute Mehrheit

    Absolute Mehrheit bezeichnet im juristischen und politischen Sprachgebrauch regelmäßig mehr als die Hälfte einer festgelegten Bezugsgröße. Der Ausdruck besitzt jedoch keine rechtsgebietsübergreifend einheitliche Legaldefinition. Deshalb muss die jeweilige Abstimmungsnorm klären, ob sämtliche gesetzlichen Mitglieder, die anwesenden Mitglieder oder nur die abgegebenen Stimmen maßgeblich sind. Im Bundestag bedeutet „Mehrheit der Mitglieder“ nach Art. 121 GG die…

  • Bundeskanzleramt

    Bundeskanzleramt bezeichnet die oberste Bundesbehörde, die den Bundeskanzler bei der Wahrnehmung seiner verfassungsrechtlichen Aufgaben unterstützt und die Arbeit der Bundesministerien koordiniert. Es bereitet Kabinettsitzungen vor, bündelt Informationen aus den Ressorts und begleitet ressortübergreifende Vorhaben. Das Bundeskanzleramt ist weder selbst Verfassungsorgan noch mit der Bundesregierung gleichzusetzen. Die Bundesregierung besteht nach Artikel 62 GG ausschließlich aus dem…