Gesellschaftsanteil
Gesellschaftsanteil bezeichnet die mitgliedschaftliche Beteiligung eines Gesellschafters an einer Gesellschaft. Er bündelt Vermögens-, Verwaltungs- und Mitwirkungsrechte sowie Pflichten, etwa Gewinnbeteiligung, Stimmrecht, Treuepflicht und Beitragspflichten. Inhalt, Übertragbarkeit und Haftungsfolgen unterscheiden sich je nach Rechtsform. Bei der GmbH spricht das Gesetz insbesondere vom Geschäftsanteil, bei der Aktiengesellschaft von der Aktie.
Rechtliche Bedeutung
Die maßgeblichen Regeln ergeben sich aus dem jeweiligen Gesellschaftsrecht, etwa BGB, HGB, GmbHG, AktG oder Genossenschaftsgesetz. Gesellschaftsvertrag und Satzung konkretisieren den Anteil innerhalb zwingender Grenzen.
Voraussetzungen und Abgrenzung
Ein Gesellschaftsanteil ist nicht mit einem einzelnen Vermögensgegenstand gleichzusetzen. Seine Übertragung kann Formvorschriften, Zustimmungserfordernissen oder gesetzlichen Beschränkungen unterliegen. Bei Personengesellschaften ist die Mitgliedschaft stärker personenbezogen.
Beispiel
Ein GmbH-Gesellschafter überträgt seinen Geschäftsanteil durch notariell beurkundeten Vertrag auf einen Erwerber. Satzungsmäßige Zustimmungsvorbehalte sind zusätzlich zu beachten.
Häufige Fragen
Ist jeder Gesellschaftsanteil frei verkäuflich?
Nein. Rechtsform, Gesetz und Gesellschaftsvertrag können Übertragung und Zustimmung regeln.
Ist der Anteil dasselbe wie die Einlage?
Nein. Die Einlage ist die geschuldete Leistung; der Anteil bezeichnet die Mitgliedschaftsposition.
Verwandte Begriffe
Geschäftsanteil, Aktie, Gesellschafter, Gesellschaftsvertrag
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.