Gewerberecht

  • Bewachungsgewerbe

    Bewachungsgewerbe ist die gewerbsmäßige Bewachung fremden Lebens oder Eigentums. Wer ein solches Unternehmen betreiben will, benötigt grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34a GewO. Betreiber und eingesetzte Wachpersonen müssen zuverlässig sein; je nach Tätigkeit sind Unterrichtung oder Sachkundeprüfung erforderlich. Zusätzlich gelten Bewachungsverordnung, Datenschutz-, Waffen-, Arbeits- und Strafrecht. Besonders sensible Aufgaben wie Kontrollgänge im öffentlichen Raum oder…

  • Maklererlaubnis

    Die Maklererlaubnis ist eine gewerberechtliche Zulassung nach § 34c GewO für bestimmte Vermittlungs- und Nachweistätigkeiten, insbesondere bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, Wohnräumen, Darlehen und einzelnen Bauträger- oder Baubetreuerleistungen. Antragsteller müssen vor allem persönlich zuverlässig sein und geordnete Vermögensverhältnisse besitzen. Die Erlaubnis ersetzt weder Gewerbeanmeldung noch besondere fachrechtliche Zulassungen. Für einzelne Vermittlungsbereiche, etwa Immobiliardarlehen oder Versicherungen, gelten…

  • Gewerbeordnung (GewO)

    Die Gewerbeordnung, abgekürzt GewO, ist das zentrale Bundesgesetz für die Ausübung gewerblicher Tätigkeiten in Deutschland. Sie beruht auf dem Grundsatz der Gewerbefreiheit, ordnet aber Anzeigen, Erlaubnisse und besondere Überwachung für bestimmte Tätigkeiten an. Geregelt werden unter anderem Gewerbeanmeldung, Untersagung wegen Unzuverlässigkeit, Reisegewerbe, erlaubnispflichtige Vermittler und Bewachungsgewerbe. Ergänzend gelten Spezialgesetze, Landesrecht und kommunale Zuständigkeitsvorschriften. Damit prägt…

  • Gewerbe

    Ein Gewerbe ist grundsätzlich jede erlaubte, selbstständige, auf Dauer angelegte und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübte Tätigkeit, die weder Urproduktion noch freier Beruf oder bloße Verwaltung eigenen Vermögens ist. Der Begriff dient vor allem der Abgrenzung im Gewerbe-, Steuer- und Handelsrecht. Seine genaue Bedeutung kann je nach Gesetz variieren. Gewerbliche Tätigkeiten unterliegen regelmäßig der Anzeigepflicht und gegebenenfalls…

  • Gewerbeanmeldung

    Die Gewerbeanmeldung ist die Anzeige des Beginns eines stehenden Gewerbes bei der zuständigen Gewerbebehörde. Sie informiert die Verwaltung über Betriebsinhaber, Tätigkeit und Betriebsstätte und ermöglicht die Weiterleitung an andere Stellen. Die Anmeldung ist grundsätzlich gleichzeitig mit Aufnahme des Gewerbes vorzunehmen. Sie ersetzt keine erforderliche Erlaubnis, Eintragung oder fachrechtliche Genehmigung. Auch Ummeldung, Verlegung, Erweiterung und Aufgabe…

  • Gewerbeuntersagung

    Die Gewerbeuntersagung ist eine behördliche Maßnahme, mit der einem Gewerbetreibenden die weitere Ausübung eines Gewerbes ganz oder teilweise verboten wird. Zentrale Voraussetzung nach § 35 GewO ist die gewerberechtliche Unzuverlässigkeit, sofern die Untersagung zum Schutz der Allgemeinheit oder der Beschäftigten erforderlich ist. Sie kann sich auf das bisherige Gewerbe, bestimmte Tätigkeiten oder unter zusätzlichen Voraussetzungen…

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    Gewerberecht

    Gewerberecht ist der Teil des Wirtschaftsverwaltungsrechts, der Aufnahme, Ausübung und Überwachung gewerblicher Tätigkeiten regelt. Ausgangspunkt ist die Gewerbefreiheit; bestimmte Tätigkeiten unterliegen jedoch Anzeige-, Erlaubnis-, Zuverlässigkeits- oder Sachkundeanforderungen. Zentrale Grundlage ist die Gewerbeordnung, ergänzt durch Spezialgesetze etwa für Handwerk, Gaststätten, Bewachung, Makler oder Spielhallen. Behörden können Auflagen erteilen, Kontrollen durchführen und bei Unzuverlässigkeit die Gewerbeausübung untersagen….