Verfassungsrecht

  • Horizontale Gewaltenteilung

    Horizontale Gewaltenteilung bezeichnet die Aufteilung staatlicher Funktionen auf Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung. Er ist für die demokratische Legitimation, Funktionsfähigkeit und Kontrolle staatlicher Organe von besonderer Bedeutung. Zugleich bestimmt er Rechte, Verfahren oder institutionelle Grenzen innerhalb der parlamentarischen Demokratie. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem Grundgesetz, dem Wahl- und Parlamentsrecht sowie der Verfassungsrechtsprechung. Der Begriff…

  • Geschäftsordnung des Bundestages

    Die Geschäftsordnung des Bundestages (GO-BT) ist das vom Deutschen Bundestag kraft Art. 40 Abs. 1 Satz 2 GG beschlossene Regelwerk für seine innere Organisation und sein parlamentarisches Verfahren. Sie bestimmt unter anderem den Ablauf von Sitzungen, Beratungen und Abstimmungen sowie die Arbeit der Ausschüsse. Als autonomes Parlamentsrecht bindet sie den Bundestag, steht jedoch unter dem…

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    Hammelsprung

    Der Hammelsprung ist ein Zählverfahren im Deutschen Bundestag. Sind sich der sitzungsleitende Präsident und die beiden Schriftführer über das Ergebnis einer Abstimmung nicht einig, werden die Abgeordneten nach § 51 GO-BT gezählt. Sie verlassen grundsätzlich den Sitzungssaal und betreten ihn durch die mit „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“ gekennzeichneten Türen erneut. Das Verfahren dient außerdem unter…

  • Kanzlerdemokratie

    Kanzlerdemokratie bezeichnet eine politikwissenschaftliche Bezeichnung für ein Regierungssystem mit besonders prägender Stellung des Bundeskanzlers. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff prägt damit…

  • Gesetzgebungsnotstand

    Gesetzgebungsnotstand bezeichnet ein besonderes Verfahren, das einer Bundesregierung unter engen Voraussetzungen zeitweise Gesetzgebung ohne Bundestagsmehrheit ermöglicht. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder politische Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der…

  • Bundesverfassungsrichter

    Bundesverfassungsrichter bezeichnet ein Mitglied des Bundesverfassungsgerichts mit besonderer verfassungsrechtlicher Unabhängigkeit. Er gehört zum Verfassungs- und Staatsorganisationsrecht und ordnet Zuständigkeiten, Verfahren oder Kontrollbefugnisse öffentlicher Gewalt. Seine Anwendung ist an demokratische Legitimation, föderale Kompetenzgrenzen und rechtsstaatliche Sicherungen gebunden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff sichert damit Kompetenzordnung, Grundrechtsschutz und Funktionsfähigkeit des…

  • Namentliche Abstimmung

    Namentliche Abstimmung bezeichnet eine Abstimmung, bei der das individuelle Stimmverhalten jedes Abgeordneten festgestellt und veröffentlicht wird. Er gehört zu den wichtigen Regeln des parlamentarischen Regierungssystems und bestimmt Verfahren, Zuständigkeiten oder Kontrollbeziehungen zwischen Bundestag und Bundesregierung. Seine konkrete Ausgestaltung muss demokratische Legitimation und Funktionsfähigkeit staatlicher Organe miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane…

  • Regierungsbildung

    Regierungsbildung bezeichnet den politischen und verfassungsrechtlichen Prozess, durch den nach einer Wahl eine handlungsfähige Bundesregierung entsteht. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder politische Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der…

  • Gemeinsamer Ausschuss

    Gemeinsamer Ausschuss bezeichnet das aus Mitgliedern von Bundestag und Bundesrat gebildete Notstandsorgan des Bundes. Er gehört zum Staatsorganisationsrecht und bestimmt Zuständigkeiten, Verfahren oder Verantwortungsbeziehungen innerhalb des Bundesstaates. Seine Anwendung muss demokratische Legitimation, föderale Ordnung und rechtsstaatliche Grenzen miteinander verbinden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, die Geschäftsordnungen der Verfassungsorgane und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff prägt damit…

  • Sondervotum

    Sondervotum bezeichnet die veröffentlichte abweichende Meinung eines Richters zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Er gehört zum Verfassungs- und Staatsorganisationsrecht und ordnet Zuständigkeiten, Verfahren oder Kontrollbefugnisse öffentlicher Gewalt. Seine Anwendung ist an demokratische Legitimation, föderale Kompetenzgrenzen und rechtsstaatliche Sicherungen gebunden. Maßgeblich sind das Grundgesetz, das Bundesverfassungsgerichtsgesetz und die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff sichert damit Kompetenzordnung, Grundrechtsschutz…