Resozialisierungsgebot
Resozialisierungsgebot bezeichnet den verfassungsrechtlichen Auftrag, Straftätern eine realistische Rückkehr in ein straffreies Leben zu ermöglichen. Der Begriff gehört zur Grundrechtslehre und bestimmt Reichweite, Schutzintensität oder verfahrensrechtliche Sicherung individueller Freiheit. Seine Anwendung verlangt regelmäßig eine sorgfältige Abwägung zwischen persönlicher Selbstbestimmung und verfassungsrechtlich anerkannten Gemeinschaftsbelangen. Maßgeblich sind das Grundgesetz und die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Der Begriff prägt damit Freiheit, Persönlichkeitsschutz und rechtsstaatliche Begrenzung öffentlicher Gewalt. Maßgeblich sind das Grundgesetz und die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.
Rechtliche Bedeutung
Die rechtliche Bedeutung folgt insbesondere aus den Grundrechten des Grundgesetzes und ihrer Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht.
Voraussetzungen und Folgen
Es folgt aus Menschenwürde und Sozialstaatsprinzip und prägt Strafvollzug, Entlassungsvorbereitung und Persönlichkeitsschutz
Beispiel
Ein langjährig Inhaftierter erhält Maßnahmen zur Vorbereitung auf ein Leben nach der Haft
Häufige Fragen
Welche Rechtsgrundlage ist maßgeblich?
Entscheidend sind das jeweils einschlägige Grundrecht, seine Schranken und die verfassungsgerichtlich entwickelten Schutzmaßstäbe.
Wann ist ein Eingriff zulässig?
Ein Eingriff benötigt eine tragfähige Rechtsgrundlage und muss insbesondere Bestimmtheit, Verhältnismäßigkeit und weitere Schranken-Schranken beachten.
Verwandte Begriffe
Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Grundrechte, Verfassungsrecht
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