| |

Kapazitätsklage

Die Kapazitätsklage ist ein verwaltungsgerichtliches Vorgehen, mit dem ein Studienbewerber die Zulassung zu einem zulassungsbeschränkten Studiengang außerhalb der festgesetzten Zahl von Studienplätzen begehrt. Er macht geltend, dass die Hochschule ihre tatsächlich vorhandene Ausbildungskapazität nicht vollständig ermittelt oder ausgeschöpft habe. Wegen des bevorstehenden Semesterbeginns wird regelmäßig zugleich vorläufiger Rechtsschutz beantragt. Fristen und landesrechtliche Vorgaben müssen genau beachtet werden. Die Einzelheiten unterscheiden sich zwischen den Ländern und den betroffenen Studiengängen.

Rechtliche Bedeutung

Gegenstand ist vor allem die rechnerische und rechtliche Überprüfung der von der Hochschule festgesetzten Ausbildungskapazität.

Voraussetzungen und Folgen

Erforderlich sind regelmäßig eine fristgerechte Bewerbung oder ein besonderer außerkapazitärer Antrag sowie ein rechtzeitiger Eilantrag.

Beispiel

Ein abgelehnter Bewerber behauptet, dass unberücksichtigte Lehrkapazitäten weitere Studienplätze ermöglichen.

Häufige Fragen

Führt jede Klage zu einem Studienplatz?

Nein. Erfolg besteht nur, wenn zusätzliche Kapazität festgestellt und dem Bewerber ein Platz zugeteilt wird.

Warum ist Eilrechtsschutz wichtig?

Weil das Studium sonst trotz späteren Erfolgs nicht rechtzeitig begonnen werden könnte.

Verwandte Begriffe

Siehe Hochschulzulassung, Numerus clausus und Einstweilige Anordnung.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Ähnliche Beiträge

  • Allgemeine Handlungsfreiheit

    Allgemeine Handlungsfreiheit ist ein zentraler Begriff des deutschen Verfassungsrechts. Er beschreibt eine rechtlich geschützte Position oder ein verfassungsrechtliches Prüfungsprinzip und wird nach den Vorgaben des Grundgesetzes sowie der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ausgelegt. Bedeutung, Voraussetzungen und Grenzen hängen vom jeweiligen Sachverhalt ab. Bedeutung Der Begriff ist insbesondere im Zusammenhang mit Grundrechten, staatlichen Eingriffen und dem Grundsatz…

  • Fernabsatzvertrag

    Fernabsatzvertrag ist ein grundlegender Begriff des deutschen Zivilrechts. Voraussetzungen, Rechtsfolgen und Abgrenzungen ergeben sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowie der Rechtsprechung. Die konkrete Anwendung richtet sich nach dem Einzelfall und dem jeweiligen Rechtsverhältnis. Bedeutung und Voraussetzungen Der Begriff strukturiert Rechte und Pflichten der Beteiligten und ist im Zusammenhang mit den gesetzlichen Regelungen auszulegen. Beispiel Ob…

  • Urheberrecht

    Urheberrecht ist ein Rechtsbegriff, dessen Voraussetzungen und Rechtsfolgen sich nach den einschlägigen Vorschriften und dem Einzelfall richten. Rechtliche Einordnung Entscheidend sind die gesetzlichen Voraussetzungen, Zuständigkeiten und Fristen. Beispiel Die konkrete Anwendung hängt vom Sachverhalt ab. Häufige Fragen Kann die Entscheidung überprüft werden? Je nach Verfahren sind Rechtsbehelfe möglich. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und…

  • Vereinigungsfreiheit

    Vereinigungsfreiheit ist ein zentraler Begriff des deutschen Verfassungsrechts. Seine Reichweite bestimmt sich nach dem Grundgesetz und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Bedeutung Die konkrete Anwendung hängt vom Einzelfall ab. Beispiel Eine staatliche Maßnahme wird an den verfassungsrechtlichen Maßstäben geprüft. Verwandte Begriffe Grundrechte, Verfassungsbeschwerde Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

  • Ungerechtfertigte Bereicherung

    Ungerechtfertigte Bereicherung ist ein grundlegender Begriff des deutschen Zivilrechts. Voraussetzungen, Rechtsfolgen und Abgrenzungen ergeben sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowie der Rechtsprechung. Die konkrete Anwendung richtet sich nach dem Einzelfall und dem jeweiligen Rechtsverhältnis. Bedeutung und Voraussetzungen Der Begriff strukturiert Rechte und Pflichten der Beteiligten und ist im Zusammenhang mit den gesetzlichen Regelungen auszulegen. Beispiel…