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Wissenschaftsfreiheit

Die Wissenschaftsfreiheit schützt nach Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes wissenschaftliche Forschung und Lehre vor staatlicher Bevormundung. Geschützt sind insbesondere die Wahl von Fragestellung, Methode, Bewertung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das Grundrecht steht Forschern, Lehrenden und wissenschaftlich tätigen Einrichtungen zu. Es ist vorbehaltlos gewährleistet, kann jedoch durch kollidierendes Verfassungsrecht, etwa Grundrechte Dritter oder den Schutz wichtiger Gemeinschaftsgüter, begrenzt werden. Auch organisatorische Entscheidungen des Staates müssen ihr angemessen Rechnung tragen.

Rechtliche Bedeutung

Wissenschaft ist jede ernsthafte, planmäßige und methodisch nachvollziehbare Suche nach Erkenntnis.

Voraussetzungen und Folgen

Staatliche Hochschulorganisation muss der Wissenschaft genügend eigenverantwortliche Entscheidungsräume sichern; Einschränkungen bedürfen eines verfassungsrechtlich tragfähigen Ausgleichs.

Beispiel

Eine Hochschule darf einem Forscher nicht allein wegen unerwünschter Ergebnisse eine wissenschaftliche Veröffentlichung untersagen.

Häufige Fragen

Schützt die Freiheit jede beliebige Behauptung?

Nein. Erforderlich ist ein ernsthafter, methodisch auf Erkenntnis gerichteter wissenschaftlicher Prozess.

Gilt sie auch für Hochschulen?

Wissenschaftliche Einrichtungen können im Rahmen ihrer Aufgaben grundrechtlich geschützte Positionen besitzen.

Verwandte Begriffe

Siehe Lehrfreiheit, Hochschulrecht und Grundrechte.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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