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Pandektenrecht

Pandektenrecht bezeichnet das auf den Digesten des Corpus Iuris Civilis beruhende, wissenschaftlich systematisierte römische Privatrecht, wie es insbesondere im 19. Jahrhundert in Deutschland gelehrt und fortgebildet wurde. Die Pandektistik ordnete Rechtsbegriffe abstrakt und entwickelte ein geschlossenes System des Privatrechts. Sie prägte zentrale Institute wie Rechtsgeschäft, Anspruch, Eigentum und Schuldverhältnis und beeinflusste Aufbau und Begrifflichkeit des Bürgerlichen Gesetzbuchs nachhaltig, war aber auch wegen ihrer Abstraktion umstritten.

Historische Grundlage

Ausgangspunkt waren die Digesten, eine Sammlung römischer Juristentexte im Corpus Iuris Civilis. Durch die Rezeption des römischen Rechts wurden sie Bestandteil des gelehrten gemeinen Rechts.

Systematische Leistung

Die Pandektistik gliederte den Stoff typischerweise in Allgemeinen Teil, Schuldrecht, Sachenrecht, Familienrecht und Erbrecht. Ihre Begriffsarbeit bereitete die Kodifikation des BGB vor. Eng verwandt ist die Pandektenwissenschaft.

Beispiel

Die Trennung zwischen Verpflichtungsgeschäft und Verfügungsgeschäft lässt sich nur mit abstrakten Kategorien verstehen, die durch die deutsche Privatrechtswissenschaft des 19. Jahrhunderts geschärft wurden.

FAQ

Sind Pandekten ein modernes Gesetz?

Nein. Sie sind Teil der spätantiken justinianischen Rechtssammlung.

Gilt Pandektenrecht heute unmittelbar?

Nein. Seine Begriffe wirken jedoch im geltenden Zivilrecht fort.

Wo zeigt sich der Einfluss besonders?

Vor allem im BGB. Zivilrechtliche Grundlagen erläutert zivilrecht-faq.de.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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