Justiz im Nationalsozialismus
Justiz im Nationalsozialismus bezeichnet die Gerichte, Staatsanwaltschaften und sonstigen Rechtspflegeorgane zwischen 1933 und 1945 sowie ihre Einbindung in die nationalsozialistische Herrschaft. Zahlreiche Juristen wandten diskriminierende Gesetze an, deuteten bestehendes Recht ideologisch um oder unterstützten staatliches Unrecht. Die Justiz verlor damit wesentliche rechtsstaatliche Bindungen. Ihre Geschichte umfasst zugleich einzelne, seltene Fälle von Widerspruch und die schwierige…