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Landfrieden

Landfrieden bezeichnet im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Recht ein zeitlich, räumlich oder sachlich begrenztes Verbot privater Fehden und gewaltsamer Selbsthilfe. Könige, Fürsten oder Bündnisse verpflichteten Herrschaftsträger und Untertanen, Konflikte friedlich und gerichtlich auszutragen. Landfriedensordnungen schützten besonders Personen, Orte und Verkehrswege und drohten bei Verstößen Sanktionen an. Der Ewige Landfriede von 1495 erhob das Fehdeverbot im Heiligen Römischen Reich zu einem dauerhaften Grundsatz.

Zweck

Landfrieden sollte Gewalt eindämmen, Handel und Reise sichern und die öffentliche Konfliktregelung stärken. Er markiert einen Schritt vom privaten Austrag zur staatlich geordneten Rechtspflege.

Ewiger Landfriede

Die Reichsreform von 1495 verband das dauerhafte Fehdeverbot mit einer stärkeren Gerichtsbarkeit, insbesondere dem Reichskammergericht. Verwandt sind die Reichsacht, das Heilige Römische Reich und die Rechtsgeschichte.

Beispiel

Zwei Adlige streiten um ein Gut. Statt den Gegner militärisch anzugreifen, müssen sie den Konflikt vor das zuständige Gericht bringen.

FAQ

War jede Fehde zuvor erlaubt?

Nein. Auch vor dem Ewigen Landfrieden galten formelle und materielle Grenzen.

Was geschah bei einem Verstoß?

Je nach Ordnung drohten Acht, Vermögensfolgen und militärische Vollstreckung.

Warum ist der Landfriede bedeutsam?

Er steht für die Entwicklung von Gewaltmonopol und gerichtlichem Rechtsschutz. Zum heutigen Rechtsstaatsprinzip informiert das-grundgesetz.de.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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