Beschützergarant

Beschützergarant ist ein Garant, dem der Schutz eines bestimmten Rechtsguts oder einer bestimmten Person vor Gefahren anvertraut ist. Er ordnet eine bestimmte Fallgestaltung in das System strafrechtlicher Verantwortlichkeit ein und grenzt sie von verwandten Konstellationen ab. Seine Anwendung kann Tatbestand, Zurechnung, Rechtswidrigkeit oder Schuld und damit das Ergebnis der Strafbarkeitsprüfung beeinflussen. Maßgeblich sind die gesetzlichen Vorschriften und ihre Auslegung durch Rechtsprechung und Strafrechtswissenschaft. Die Abgrenzung ist stets anhand des konkreten Sachverhalts vorzunehmen.

Rechtliche Bedeutung

Die Garantenstellung kann sich insbesondere aus Gesetz, enger Lebensgemeinschaft, tatsächlicher Übernahme oder besonderem Obhutsverhältnis ergeben. Unterbleibt eine gebotene Rettung, kann eine Strafbarkeit durch Unterlassen entstehen.

Voraussetzungen und Folgen

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Beispiel

Ein Elternteil muss sein kleines Kind vor erkennbaren erheblichen Gefahren schützen.

Häufige Fragen

Warum ist Beschützergarant strafrechtlich wichtig?

Der Begriff beeinflusst, ob ein Verhalten tatbestandsmäßig, zurechenbar, rechtswidrig oder schuldhaft ist und welche Form strafrechtlicher Verantwortlichkeit in Betracht kommt.

Ist die Bewertung immer eindeutig?

Nein. Sie hängt vom konkreten Tatbestand, vom festgestellten Sachverhalt und häufig von dogmatischen Abgrenzungen ab.

Verwandte Begriffe

Strafrecht, Vorsatz, Objektive Zurechnung, Unterlassen im Strafrecht

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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