Postpendenz

Postpendenz ist eine strafrechtliche Entscheidungsregel für Fälle, in denen eine spätere Tat sicher feststeht, während zweifelhaft bleibt, ob der Täter bereits an einer vorausgegangenen Tat beteiligt war. Er ordnet eine bestimmte Fallgestaltung in das System strafrechtlicher Verantwortlichkeit ein und grenzt sie von verwandten Konstellationen ab. Seine Anwendung kann Tatbestand, Rechtsfolge oder Verfahren und damit das Ergebnis der strafrechtlichen Prüfung beeinflussen. Maßgeblich sind die gesetzlichen Vorschriften und ihre Auslegung durch Rechtsprechung und Strafrechtswissenschaft.

Rechtliche Bedeutung

Die sicher nachgewiesene spätere Strafbarkeit kann bestehen bleiben, wenn die mögliche Vortat sie nur im Wege der Gesetzeskonkurrenz verdrängen würde. Eine alternative Verurteilung wegen der ungewissen Vortat erfolgt nicht.

Voraussetzungen und Folgen

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Beispiel

Sicher ist eine spätere Begünstigungshandlung; unklar bleibt, ob derselbe Täter zuvor an der Haupttat mitgewirkt hat.

Häufige Fragen

Welche Bedeutung hat Postpendenz?

Der Begriff beeinflusst die rechtliche Einordnung einer Tat, den Schuldspruch, die Strafbarkeit eines Beteiligten oder die Durchführung des Strafverfahrens.

Kommt es auf den Einzelfall an?

Ja. Entscheidend sind der konkrete Sachverhalt, die anwendbare Vorschrift und die von Rechtsprechung und Literatur entwickelten Abgrenzungen.

Verwandte Begriffe

Strafrecht, Mittäterschaft, Beihilfe, Prozessrecht

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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