Identifizierungsgegenüberstellung
Identifizierungsgegenüberstellung ist eine Ermittlungsmaßnahme, bei der ein Zeuge eine verdächtige Person unter mehreren Vergleichspersonen wiedererkennen soll. Der Begriff gehört zum Strafprozessrecht und beeinflusst Rechte, Ermittlungsmaßnahmen, gerichtliche Entscheidungen oder den Ablauf des Verfahrens. Seine Voraussetzungen und Grenzen ergeben sich vor allem aus der Strafprozessordnung, dem Grundgesetz und der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Anwendung muss ein rechtsstaatliches und faires Verfahren gewährleisten. Seine genaue Reichweite richtet sich nach dem jeweiligen Regelungszweck.
Rechtliche Bedeutung
Die Durchführung muss suggestive Einflüsse möglichst vermeiden. Beweiswert und Zuverlässigkeit hängen unter anderem von ursprünglicher Wahrnehmung, zeitlichem Abstand, Belehrung und Gestaltung der Gegenüberstellung ab.
Voraussetzungen und Folgen
Für die rechtliche Einordnung sind Verfahrensstand, Zuständigkeit, Form, Frist und die Rechte der Beteiligten maßgeblich. Ermittlungsmaßnahmen benötigen eine gesetzliche Grundlage und müssen insbesondere erforderlich und verhältnismäßig sein.
Beispiel
Ein Zeuge soll den Täter aus einer Gruppe ähnlich aussehender Personen identifizieren.
Häufige Fragen
Welche Bedeutung hat Identifizierungsgegenüberstellung?
Der Begriff beeinflusst den Fortgang des Strafverfahrens, die Befugnisse der Strafverfolgungsorgane oder die Verteidigungs- und Beteiligtenrechte.
Ist eine gerichtliche Überprüfung möglich?
Je nach Maßnahme oder Entscheidung bestehen Einwendungen, Anträge oder besondere Rechtsbehelfe nach der Strafprozessordnung.
Verwandte Begriffe
Strafrecht, Prozessrecht, In dubio pro reo, Anklageschrift
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.