Bankrecht

  • Zahlungsdiensterecht

    Zahlungsdiensterecht regelt die Erbringung und Nutzung bargeldloser Zahlungsdienste wie Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen, Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste. Es verbindet zivilrechtliche Vorschriften über das Verhältnis zwischen Nutzer und Zahlungsdienstleister mit öffentlich-rechtlicher Aufsicht über Anbieter. Wesentliche Grundlagen bilden die §§ 675c ff. BGB, das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und unionsrechtliche Vorgaben. Zentrale Themen sind Autorisierung, Ausführungsfristen, Entgelte, Sicherheit, Erstattung und Haftung. Besonders…

  • Zahlungsdienstleister

    Ein Zahlungsdienstleister ist ein Unternehmen oder Institut, das gewerblich Zahlungsdienste erbringt. Dazu zählen insbesondere Kreditinstitute, E-Geld-Institute, Zahlungsinstitute sowie bestimmte Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste. Der Anbieter führt beispielsweise Überweisungen, Lastschriften oder Kartenzahlungen aus und verwaltet Zahlungskonten. Für Zulassung, Organisation und Aufsicht gilt das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz; das Vertragsverhältnis zum Nutzer richtet sich vor allem nach den §§ 675c ff….

  • Kreditkarte

    Die Kreditkarte ist ein Zahlungsinstrument, mit dem der Karteninhaber bei Akzeptanzstellen bezahlen oder Bargeld abheben kann. Die Umsätze werden je nach Kartenmodell gesammelt später, unmittelbar oder über einen eingeräumten Kreditrahmen abgerechnet. Rechtlich bestehen Beziehungen zwischen Karteninhaber, Kartenherausgeber, Händler und Zahlungsdienstleistern. Maßgeblich sind Zahlungsdienstevertrag, Kartenbedingungen und §§ 675c ff. BGB, insbesondere zu Autorisierung, Sicherheit und Haftung…

  • Online-Banking

    Online-Banking bezeichnet die elektronische Nutzung von Bankdienstleistungen über Internetseiten oder Apps. Kunden können insbesondere Kontostände abrufen, Überweisungen erteilen, Daueraufträge verwalten und Vertragsinformationen empfangen. Grundlage sind Giro- und Zahlungsdienstevertrag sowie besondere Online-Banking-Bedingungen. Sicherheitsrechtlich wichtig sind starke Kundenauthentifizierung, Schutz personalisierter Zugangsdaten und unverzügliche Sperranzeige. Bei Phishing, manipulierten Zahlungen oder technischen Fehlern bestimmen die §§ 675c ff. BGB…

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    Anlageberatung

    Anlageberatung ist die persönliche Empfehlung eines Finanzinstruments oder einer Kapitalanlage, die sich auf die individuellen Umstände eines Anlegers stützt. Der Berater muss Kenntnisse, Erfahrungen, finanzielle Verhältnisse, Anlageziele und Risikobereitschaft ermitteln und eine geeignete Empfehlung geben. Je nach Anbieter und Produkt gelten Vorschriften des Wertpapierhandels-, Bank-, Gewerbe- und Zivilrechts. Aufklärung, Kosteninformation und nachvollziehbare Dokumentation sollen eine…

  • Bankbürgschaft

    Die Bankbürgschaft ist eine Bürgschaft, bei der ein Kreditinstitut gegenüber einem Gläubiger für die Verbindlichkeit eines Kunden einsteht. Zahlt oder leistet der Kunde nicht vertragsgemäß, kann der Begünstigte die Bank unter den vereinbarten Voraussetzungen in Anspruch nehmen. Im Innenverhältnis erhält die Bank regelmäßig einen Avalkreditanspruch auf Vergütung und Rückgriff. Bankbürgschaften sichern häufig Bau-, Liefer-, Miet-…

  • Girovertrag

    Der Girovertrag ist der Zahlungsdiensterahmenvertrag zwischen einem Kunden und einem Kreditinstitut über die Führung eines Zahlungskontos. Die Bank verpflichtet sich insbesondere, eingehende Zahlungen gutzuschreiben, Überweisungen und Lastschriften auszuführen sowie Kontoinformationen bereitzustellen. Der Kunde schuldet vereinbarte Entgelte und muss Sicherheits- sowie Mitwirkungspflichten beachten. Für Verbraucher gelten umfangreiche Informations-, Haftungs-, Kündigungs- und Erstattungsregeln des Bürgerlichen Gesetzbuchs und…

  • Girokonto

    Das Girokonto ist ein auf laufende Verrechnung angelegtes Zahlungskonto, über das der Kontoinhaber bargeldlose Zahlungen empfangen und veranlassen kann. Es dient insbesondere Überweisungen, Lastschriften, Kartenumsätzen, Daueraufträgen und Bargeldverfügungen. Rechtliche Grundlage ist regelmäßig ein Giro- beziehungsweise Zahlungsdiensterahmenvertrag mit einer Bank oder einem anderen Zahlungsdienstleister. Guthaben, eingeräumte Überziehung, Entgelte, Verfügungsberechtigung und Schutz vor nicht autorisierten Zahlungen richten…

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    Darlehensgeber

    Darlehensgeber ist die Vertragspartei, die dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag oder vertretbare Sachen zur Verfügung stellt. Beim Gelddarlehen hat er Anspruch auf Rückzahlung und, soweit vereinbart, auf Zinsen. Darlehensgeber können Banken, Unternehmen oder Privatpersonen sein. Handelt ein Unternehmer gegenüber einem Verbraucher, gelten besondere verbraucherschützende Form-, Informations-, Kreditwürdigkeits- und Widerrufsvorschriften. Rechtliche Bedeutung Die Hauptpflicht des Darlehensgebers besteht…

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    Effektiver Jahreszins

    Der effektive Jahreszins gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits als Prozentsatz des Nettodarlehensbetrags an. Anders als der Sollzins berücksichtigt er neben Zinsen grundsätzlich weitere preisbestimmende Kosten und den zeitlichen Verlauf von Auszahlung und Rückzahlung. Dadurch sollen Kreditangebote vergleichbar werden. Bei Verbraucherdarlehen gehört der effektive Jahreszins zu den gesetzlich vorgeschriebenen Informationen und Pflichtangaben. Rechtliche Bedeutung Die…