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Klageerzwingungsverfahren

Das Klageerzwingungsverfahren ermöglicht einem Verletzten, die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft gerichtlich überprüfen und gegebenenfalls die Erhebung der öffentlichen Klage anordnen zu lassen. Regelmäßig muss zuvor fristgerecht Beschwerde bei der vorgesetzten Staatsanwaltschaft eingelegt werden. Bleibt sie erfolglos, kann ein form- und fristgebundener Antrag beim Oberlandesgericht folgen. Der Antrag muss den Sachverhalt und die Beweismittel eigenständig nachvollziehbar darstellen und grundsätzlich von einem Rechtsanwalt unterzeichnet sein.

Rechtliche Bedeutung

Das Verfahren begrenzt das Anklagemonopol der Staatsanwaltschaft durch eine gerichtliche Kontrolle auf Initiative des Verletzten.

Voraussetzungen und Folgen

Zulässigkeit, Verletztenstellung, Vorschaltbeschwerde, Monatsfrist und strenge Darlegungsanforderungen sind sorgfältig zu prüfen. Bei Privatklagedelikten gelten Einschränkungen.

Beispiel

Die Staatsanwaltschaft stellt trotz benannter Zeugen ein Verfahren ein. Nach erfolgloser Beschwerde beantragt der Verletzte anwaltlich beim Oberlandesgericht die gerichtliche Entscheidung.

Häufige Fragen

Wer darf den Antrag stellen?

Grundsätzlich der durch die behauptete Straftat Verletzte, soweit das Gesetz das Verfahren eröffnet.

Welches Gericht entscheidet?

Zuständig ist das Oberlandesgericht.

Ist anwaltliche Vertretung erforderlich?

Der Antrag muss grundsätzlich von einem Rechtsanwalt unterzeichnet sein.

Weiterführende Hinweise

Im Zusammenhang stehen Beschuldigter, Ermittlungsverfahren, Staatsanwaltschaft, Strafanzeige und Untersuchungshaft. Vertiefende Informationen bietet strafrecht-faq.de. Maßgeblich ist außerdem § 172 StPO.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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