Mittelbare Täterschaft
Mittelbare Täterschaft bezeichnet die Tatbegehung durch einen anderen Menschen als Werkzeug aufgrund überlegenen Wissens oder Wollens des Hintermanns. Der Begriff gehört zum Allgemeinen Teil des Strafrechts und bestimmt Voraussetzungen, Zurechnung oder persönliche Verantwortlichkeit einer Straftat. Seine Einordnung entscheidet häufig darüber, ob und wegen welcher Beteiligungs- oder Begehungsform ein Täter strafbar ist. Maßgeblich sind das Strafgesetzbuch und die hierzu entwickelte strafgerichtliche Rechtsprechung. Der Begriff ist für Aufbau und Ergebnis der strafrechtlichen Prüfung regelmäßig von Bedeutung.
Rechtliche Bedeutung
Die rechtliche Bedeutung folgt insbesondere aus dem Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuchs und der strafgerichtlichen Rechtsprechung.
Voraussetzungen und Folgen
§ 25 Abs. 1 Alt. 2 StGB verlangt Tatherrschaft des Hintermanns und ein rechtliches oder tatsächliches Defizit des Vordermanns
Beispiel
Der Hintermann täuscht einen gutgläubigen Boten über den deliktischen Inhalt einer Handlung
Häufige Fragen
Welche Rechtsgrundlagen sind maßgeblich?
Entscheidend sind insbesondere die Vorschriften des Allgemeinen Teils des StGB sowie die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
Warum ist die Abgrenzung wichtig?
Von ihr hängen Tatbestand, Vorsatz, Schuld, Beteiligungsform oder die Möglichkeit einer Strafbefreiung ab.
Verwandte Begriffe
Strafrecht, Vorsatz, Tatbestand
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.
Ein Kommentar
Die Kommentare sind geschlossen.