Dualismus
Dualismus ist eine Lehre, nach der Völkerrecht und innerstaatliches Recht getrennte Rechtsordnungen mit unterschiedlichen Geltungsgründen und Adressaten sind. Eine völkerrechtliche Norm erzeugt danach innerstaatliche Rechtswirkungen grundsätzlich erst durch Transformation, Vollzugsbefehl oder einen anderen verfassungsrechtlich vorgesehenen Übernahmeakt. Dennoch bleibt der Staat völkerrechtlich gebunden und kann sich gegenüber anderen Staaten nicht auf sein innerstaatliches Recht berufen, um…