Positives Recht

Positives Recht ist das von einer zuständigen Autorität gesetzte oder als Gewohnheitsrecht anerkannte Recht, das in einer bestimmten Rechtsordnung zu einer bestimmten Zeit gilt. Der Begriff grenzt geltendes Recht von bloßen moralischen Forderungen, Naturrecht und rechtspolitischen Vorstellungen ab. Positives Recht umfasst Verfassung, Gesetze, Rechtsverordnungen, Satzungen und andere anerkannte Rechtsquellen.

Grundgedanke

Entscheidend ist die Zugehörigkeit zur geltenden Rechtsordnung. Der Begriff gehört zur Rechtsphilosophie und steht in engem Zusammenhang mit Rechtsbegriff, Gerechtigkeit und Geltung des Rechts.

Bedeutung für das Recht

Der Begriff hilft, geltendes Recht von tatsächlicher Wirksamkeit und moralischer Bewertung zu unterscheiden. Er beeinflusst Auslegung, Kritik und Begründung rechtlicher Regeln.

Beispiel

Eine ordnungsgemäß verkündete gesetzliche Vorschrift ist positives Recht, auch wenn ihre politische Zweckmäßigkeit bestritten wird.

Häufige Fragen

Ist positives Recht immer geschrieben?

Nein. Auch anerkanntes Gewohnheitsrecht kann positives Recht sein.

Welche praktische Bedeutung hat der Begriff?

Er strukturiert die rechtliche Argumentation und macht unterschiedliche Maßstäbe für Geltung, Rechtfertigung und Bewertung sichtbar.

Verwandte Begriffe

Rechtsphilosophie, Rechtspositivismus, Naturrecht, Recht und Moral, Legitimität, Legalität

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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