Augenschein

Augenschein ist ein Beweismittel, bei dem das Gericht oder die zuständige Stelle einen Gegenstand, Ort, Zustand oder Vorgang selbst wahrnimmt. Er kann durch Besichtigung eines Grundstücks, einer Sache, einer Bild- oder Tonaufnahme oder eines digitalen Inhalts erfolgen. Der Augenschein ermöglicht einen unmittelbaren Eindruck und ergänzt häufig Zeugen- oder Sachverständigenbeweis. Sein Gewicht bestimmt das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung.

Funktion und Voraussetzungen

Die Beweisaufnahme kann im Gerichtssaal oder an einem anderen Ort stattfinden. Das Gericht dokumentiert die wesentlichen Feststellungen, damit die Beteiligten dazu Stellung nehmen können.

Beispiel

Bei einem Nachbarstreit besichtigt das Gericht die tatsächliche Lage einer Zufahrt und die Sichtverhältnisse vor Ort.

Häufige Fragen

Ist ein Foto bereits ein Augenschein?

Ein Foto kann Gegenstand eines Augenscheins sein. Seine Aussagekraft hängt jedoch von Entstehung, Vollständigkeit und Einordnung ab.

Verwandte Begriffe

Beweismittel, Beweisaufnahme, Unmittelbarkeitsgrundsatz, Freie Beweiswürdigung

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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