Geldwäsche

Geldwäsche ist der gesetzlich erfasste Umgang mit einem Gegenstand, der aus einer rechtswidrigen Tat herrührt, insbesondere Verbergen, Umtauschen, Übertragen oder Verschaffen. Der Begriff gehört zum Strafrecht und dient dem Schutz bestimmter individueller oder allgemeiner Rechtsgüter. Für eine Strafbarkeit müssen die gesetzlichen objektiven und subjektiven Voraussetzungen sowie grundsätzlich Rechtswidrigkeit und Schuld vorliegen. Maßgeblich sind die einschlägigen Strafgesetze und ihre Auslegung durch die Rechtsprechung. Versuch, Beteiligung und Konkurrenzen können zusätzlich zu prüfen sein.

Rechtliche Bedeutung

§ 261 StGB soll das Einschleusen krimineller Vermögenswerte in den legalen Wirtschaftskreislauf verhindern. Herkunft, Tathandlung, Vorsatz und mögliche Ausschlussgründe sind im Einzelfall zu prüfen.

Voraussetzungen und Folgen

undefined

Beispiel

Der Täter schleust wissentlich Erlöse aus Straftaten über mehrere Konten, um ihre Herkunft zu verschleiern.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen hat Geldwäsche?

Entscheidend sind die Merkmale der einschlägigen Strafvorschrift sowie Vorsatz oder eine ausdrücklich geregelte Fahrlässigkeit, Rechtswidrigkeit und Schuld.

Welche Rechtsfolge droht?

Die mögliche Strafe richtet sich nach dem gesetzlichen Strafrahmen, der konkreten Tatgestaltung und den allgemeinen Regeln der Strafzumessung.

Verwandte Begriffe

Strafrecht, Strafantrag, Tateinheit, Vorsatz

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Ähnliche Beiträge

  • Schutzzweckzusammenhang

    Schutzzweckzusammenhang fordert, dass der eingetretene Erfolg zu den Gefahren gehört, vor denen die verletzte Straf- oder Sorgfaltsnorm schützen soll. Er ordnet eine bestimmte Fallgestaltung in das System strafrechtlicher Verantwortlichkeit ein und grenzt sie von verwandten Konstellationen ab. Seine Anwendung kann Tatbestand, Zurechnung, Rechtswidrigkeit oder Schuld und damit das Ergebnis der Strafbarkeitsprüfung beeinflussen. Maßgeblich sind die…

  • Freiheitsstrafe

    Die Freiheitsstrafe ist eine strafrechtliche Sanktion, bei der dem Verurteilten für eine bestimmte Zeit oder lebenslang die Freiheit entzogen wird. Ihre Dauer und Vollstreckung richten sich insbesondere nach den §§ 38 ff. StGB. Dauer Die zeitige Freiheitsstrafe beträgt grundsätzlich mindestens einen Monat und höchstens fünfzehn Jahre. Lebenslange Freiheitsstrafe darf nur verhängt werden, wenn das Gesetz…

  • | |

    Blockade im Völkerrecht

    Eine Blockade im Völkerrecht ist die organisierte Abriegelung von Küsten, Häfen, Verkehrswegen oder Gebieten, um den Zugang und die Versorgung eines Gegners zu unterbinden. Eine militärische Seeblockade ist eine Methode der Kriegführung und unterliegt dem Gewaltverbot, dem Recht bewaffneter Konflikte sowie besonderen Anforderungen an Bekanntgabe, Wirksamkeit, Gleichbehandlung und humanitären Schutz. Friedenszeitliche Abriegelungen können rechtswidrige Gewalt…

  • |

    Verfahrensrüge

    Die Verfahrensrüge ist eine Revisionsrüge, mit der ein Verstoß gegen Vorschriften über den Ablauf des Strafverfahrens geltend gemacht wird. Der Revisionsführer muss die Tatsachen, die den behaupteten Fehler ergeben, so vollständig und genau mitteilen, dass das Revisionsgericht die Berechtigung der Rüge allein anhand der Begründung prüfen kann. Je nach verletzter Vorschrift können zusätzlich ein rechtzeitiger…

  • |

    Nebenklage

    Die Nebenklage ermöglicht bestimmten Verletzten schwerwiegender Straftaten, sich der öffentlichen Klage der Staatsanwaltschaft anzuschließen und eigene Verfahrensrechte wahrzunehmen. Nebenklageberechtigte dürfen insbesondere an der Hauptverhandlung teilnehmen, Fragen und Anträge stellen, Erklärungen abgeben und unter gesetzlichen Voraussetzungen Rechtsmittel einlegen. Die Nebenklage macht den Verletzten nicht zum Ankläger anstelle der Staatsanwaltschaft, sondern stärkt seine selbstständige Beteiligung. Berechtigung und…

  • |

    Anklagegrundsatz

    Anklagegrundsatz bedeutet, dass ein Gericht die gerichtliche Untersuchung einer Straftat grundsätzlich nur aufgrund einer wirksamen Anklage eröffnen und durchführen darf. Anklagebehörde ist regelmäßig die Staatsanwaltschaft. Das Gericht kann nicht aus eigener Initiative ein Strafverfahren gegen eine Person beginnen und ist in der Hauptverhandlung an die prozessuale Tat der zugelassenen Anklage gebunden. Die rechtliche Bewertung darf…