Alle Artikel

  • Vorsteuerabzug

    Der Vorsteuerabzug ist das Recht eines Unternehmers, die ihm für unternehmerisch bezogene Leistungen berechnete Vorsteuer von seiner eigenen Umsatzsteuerschuld abzuziehen. Er gewährleistet, dass die Umsatzsteuer innerhalb der Leistungskette grundsätzlich nicht den Unternehmer, sondern erst den Endverbraucher belastet. Die zentralen Voraussetzungen regelt § 15 UStG. Voraussetzungen Der Leistungsempfänger muss Unternehmer sein, die Leistung für sein Unternehmen…

  • Vorsteuer

    Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die einem Unternehmer von einem anderen Unternehmer für bezogene Lieferungen oder sonstige Leistungen in Rechnung gestellt wird. Unter den Voraussetzungen des Umsatzsteuergesetzes kann sie im Wege des Vorsteuerabzugs von der eigenen Umsatzsteuerschuld abgezogen werden. Dadurch wird die Umsatzsteuer innerhalb der Unternehmerkette grundsätzlich neutralisiert. Entstehung Vorsteuer fällt etwa an, wenn ein Unternehmer…

  • Umsatzsteuer

    Die Umsatzsteuer ist eine allgemeine Verbrauchsteuer auf Lieferungen und sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Wirtschaftlich soll sie regelmäßig den Endverbraucher belasten. Unternehmer berechnen die Steuer auf ihre Umsätze und können unter den gesetzlichen Voraussetzungen die ihnen berechnete Vorsteuer abziehen. Steuerbare Umsätze Das Umsatzsteuergesetz erfasst insbesondere inländische…

  • Gewerbesteuer

    Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Ertragsteuer auf den Gewerbeertrag eines Gewerbebetriebs. Sie wird von den Gemeinden erhoben und zählt zu deren wichtigsten eigenen Einnahmequellen. Grundlage sind das Gewerbesteuergesetz, der vom Finanzamt festgestellte Gewerbesteuermessbetrag und der von der jeweiligen Gemeinde bestimmte Hebesatz. Freiberufliche und landwirtschaftliche Tätigkeiten unterliegen grundsätzlich nicht der Gewerbesteuer. Berechnung Ausgangspunkt ist der steuerliche…

  • Körperschaftsteuer

    Die Körperschaftsteuer ist eine Ertragsteuer auf das Einkommen juristischer Personen und bestimmter anderer Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Besonders bedeutsam ist sie für Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG. Ihre Grundlagen regelt das Körperschaftsteuergesetz; für Einkommensermittlung und Verfahren gelten ergänzend zahlreiche Vorschriften des Einkommensteuerrechts und der Abgabenordnung. Steuerpflicht Unbeschränkt steuerpflichtig sind insbesondere Körperschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung…

  • Abgeltungsteuer

    Die Abgeltungsteuer bezeichnet die grundsätzlich abschließende Besteuerung privater Einkünfte aus Kapitalvermögen durch den Kapitalertragsteuerabzug. Der Steuersatz beträgt regelmäßig 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit dem Einbehalt durch Bank oder andere auszahlende Stelle ist die Einkommensteuer auf diese Kapitalerträge grundsätzlich abgegolten, sofern keine gesetzliche Ausnahme eingreift. Anwendungsbereich Erfasst werden insbesondere Zinsen, Dividenden und viele…

  • Kapitalertragsteuer

    Die Kapitalertragsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommen- oder Körperschaftsteuer auf bestimmte Kapitalerträge. Sie wird regelmäßig von der auszahlenden Stelle, etwa einer Bank oder Kapitalgesellschaft, einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Bei privaten Anlegern wirkt der Abzug häufig als Abgeltungsteuer und erfüllt damit grundsätzlich die Einkommensteuerpflicht auf diese Erträge. Erfasste Erträge Zum Steuerabzug gehören insbesondere…

  • Lohnsteuer

    Die Lohnsteuer ist keine eigenständige Steuerart, sondern eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Der Arbeitgeber behält sie bei jeder Lohnzahlung vom Arbeitslohn ein und führt sie an das Finanzamt ab. Ihre Höhe richtet sich insbesondere nach Arbeitslohn, Steuerklasse, Freibeträgen und den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Lohnsteuerabzug Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich Steuerschuldner, während der…

  • Grundfreibetrag

    Der Grundfreibetrag ist der Teil des zu versteuernden Einkommens, der bei der Einkommensteuer steuerfrei bleibt. Er soll das verfassungsrechtlich geschützte Existenzminimum sichern. Nur soweit das zu versteuernde Einkommen den gesetzlich festgelegten Betrag übersteigt, fällt nach dem Einkommensteuertarif grundsätzlich Steuer an. Die Höhe wird regelmäßig angepasst und gilt für jeden Steuerpflichtigen. Rechtsgrundlage und Zweck Der Grundfreibetrag…

  • Außergewöhnliche Belastungen

    Außergewöhnliche Belastungen sind zwangsläufige größere Aufwendungen, die einem Steuerpflichtigen im Vergleich zur überwiegenden Mehrzahl vergleichbarer Personen entstehen. Sie können nach §§ 33 ff. EStG das zu versteuernde Einkommen mindern. Berücksichtigt wird regelmäßig nur der Teil, der die individuell berechnete zumutbare Belastung übersteigt. Typische Fälle können bestimmte Krankheits-, Pflege- oder Unterhaltskosten sein. Voraussetzungen Die Aufwendungen müssen…