Sachenrecht

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    Miteigentumsanteil

    Miteigentumsanteil Miteigentumsanteil ist der rechnerische Bruchteil, mit dem ein Wohnungseigentümer am gemeinschaftlichen Grundstück und am Gemeinschaftseigentum beteiligt ist. Er wird bei der Begründung des Wohnungseigentums festgelegt und im Grundbuch eingetragen. Mit ihm ist das Sondereigentum untrennbar verbunden. Der Anteil kann für Kostenverteilung, Nutzungen und wirtschaftliche Zuordnung bedeutsam sein, bestimmt aber nicht automatisch das Stimmgewicht, weil…

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    Grundstückskaufvertrag

    Grundstückskaufvertrag Grundstückskaufvertrag ist der schuldrechtliche Vertrag, durch den sich der Verkäufer zur Übertragung eines Grundstücks und der Käufer zur Zahlung des Kaufpreises verpflichtet. Er bedarf notarieller Beurkundung. Das Eigentum geht nicht bereits mit Vertragsschluss über, sondern erst durch Auflassung und Eintragung des Erwerbers im Grundbuch. Der Vertrag regelt typischerweise Kaufpreisfälligkeit, Besitzübergang, Lastenfreistellung, Gewährleistung, Erschließungskosten und…

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    Teilungserklärung

    Teilungserklärung Teilungserklärung ist die einseitige Erklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, durch die Wohnungseigentum oder Teileigentum nach § 8 WEG begründet wird. Sie ordnet jedem Miteigentumsanteil bestimmtes Sondereigentum zu und wird durch Aufteilungsplan sowie Abgeschlossenheitsbescheinigung ergänzt. Häufig enthält sie zugleich eine Gemeinschaftsordnung mit Regeln für Nutzung, Kosten und Verwaltung. Dingliche Wirkung erlangen die eintragungsbedürftigen Bestimmungen…

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    Grundbuchberichtigung

    Grundbuchberichtigung Grundbuchberichtigung ist die Anpassung des Grundbuchinhalts an die wirkliche materielle Rechtslage, wenn Eintragung und Recht auseinanderfallen. Die Berichtigung setzt grundsätzlich einen Antrag sowie die Bewilligung des Betroffenen oder den lückenlosen Nachweis der Unrichtigkeit in grundbuchtauglicher Form voraus. Sie überträgt kein Recht, sondern stellt eine bereits bestehende Rechtslage richtig dar. Verweigert der Eingetragene seine Mitwirkung,…

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    Gemeinschaftsordnung

    Gemeinschaftsordnung Gemeinschaftsordnung ist die Gesamtheit der vereinbarten Regeln, die das gesetzliche Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander ausgestalten. Sie enthält etwa Vorgaben zu Nutzung, Stimmrecht, Kostenverteilung, Verwalterbefugnissen oder Veräußerungsbeschränkungen. Wird sie als Inhalt des Sondereigentums im Grundbuch eingetragen, bindet sie auch spätere Erwerber. Die Gemeinschaftsordnung kann Bestandteil der Teilungserklärung sein, ist begrifflich aber von ihr und von…

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    Aufteilungsplan

    Aufteilungsplan Aufteilungsplan ist eine von der Baubehörde mit Siegel oder Stempel versehene Bauzeichnung, aus der Aufteilung, Lage und Größe der im Sondereigentum und im gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile hervorgehen. Sämtliche zu derselben Einheit gehörenden Räume werden einheitlich nummeriert. Der Plan ergänzt Teilungserklärung und Abgeschlossenheitsbescheinigung und wird Bestandteil der Grundbucheintragung. Er schafft keine eigenständigen Nutzungsrechte, ist…

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    Buchgrundschuld

    Buchgrundschuld Buchgrundschuld ist eine Grundschuld, bei der die Ausstellung eines Grundschuldbriefs im Grundbuch ausgeschlossen ist. Das Recht und spätere Rechtsänderungen werden ausschließlich durch die Grundbucheintragung dokumentiert. Eine Übertragung erfordert Einigung und Eintragung des neuen Gläubigers. Die Buchgrundschuld vermeidet Verlust- und Legitimationsrisiken eines Briefs und ist deshalb bei Immobilienfinanzierungen besonders verbreitet. Wie jede Grundschuld ist sie…

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    Abgeschlossenheitsbescheinigung

    Abgeschlossenheitsbescheinigung Abgeschlossenheitsbescheinigung ist die behördliche Bestätigung, dass Wohnungen oder sonstige Räume, an denen Sondereigentum begründet werden soll, baulich hinreichend von anderen Einheiten getrennt sind. Sie wird auf Grundlage des Aufteilungsplans erteilt und ist regelmäßig Voraussetzung für die Eintragung von Wohnungs- oder Teileigentum. Die Bescheinigung trifft grundsätzlich keine abschließende Aussage über Baurecht, Nutzungszulässigkeit oder privatrechtliche Sondereigentumsfähigkeit…

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    Rangstelle im Grundbuch

    Rangstelle im Grundbuch Rangstelle im Grundbuch bezeichnet die Priorität eines eingetragenen Grundstücksrechts gegenüber anderen Rechten. Sie bestimmt sich grundsätzlich nach der Reihenfolge der Eintragungen in derselben Abteilung und nach dem gesetzlich geregelten Verhältnis verschiedener Abteilungen. Der Rang ist vor allem bei Zwangsversteigerung, Belastungswert und Kreditsicherung bedeutsam: Vorrangige Rechte werden regelmäßig zuerst berücksichtigt. Änderungen sind durch…

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    Sondernutzungsrecht

    Sondernutzungsrecht Sondernutzungsrecht ist die einem Wohnungseigentümer eingeräumte ausschließliche Befugnis, einen bestimmten Teil des Gemeinschaftseigentums unter Ausschluss der übrigen Eigentümer zu nutzen. Häufig betrifft es Gartenflächen, Stellplätze, Terrassen oder Dachböden. Das Eigentum bleibt gemeinschaftlich; das Recht verändert lediglich die Nutzung. Wird die Vereinbarung als Inhalt des Sondereigentums im Grundbuch eingetragen, wirkt sie auch gegenüber späteren Erwerbern….