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Wirksamkeit des Verwaltungsakts

Wirksamkeit des Verwaltungsakts bezeichnet seine rechtliche Geltung gegenüber demjenigen, für den er bestimmt ist oder den er betrifft. Nach § 43 VwVfG wird ein Verwaltungsakt grundsätzlich mit ordnungsgemäßer Bekanntgabe wirksam und gilt mit dem bekanntgegebenen Inhalt. Auch ein rechtswidriger Verwaltungsakt bleibt regelmäßig wirksam, bis er zurückgenommen, widerrufen, anderweitig aufgehoben oder erledigt ist. Nur ein nichtiger Verwaltungsakt ist von Anfang an unwirksam.

Rechtliche Grundlagen

Wirksamkeit ist von Rechtmäßigkeit und Bestandskraft zu unterscheiden. Eine Anfechtung kann Vollziehbarkeit hemmen, beseitigt aber nicht automatisch die Wirksamkeit.

Rechtsstaatlicher Bezug

Die fortbestehende Wirksamkeit sichert Rechtssicherheit und geordnete Verwaltung. Effektiver Rechtsschutz verlangt zugleich zugängliche Rechtsbehelfe gegen fehlerhafte Entscheidungen.

Beispiel

Eine rechtswidrige Gewerbeuntersagung wird bekanntgegeben. Sie bindet zunächst, solange sie nicht aufgehoben ist; ob sie sofort vollzogen werden darf, ist eine weitere Frage.

Häufige Fragen

Ist jeder wirksame Verwaltungsakt rechtmäßig?

Nein. Auch rechtswidrige Verwaltungsakte können wirksam sein.

Wann endet die Wirksamkeit?

Durch Aufhebung, Zeitablauf, anderweitige Erledigung oder andere gesetzliche Gründe.

Was gilt bei Nichtigkeit?

Ein nichtiger Verwaltungsakt entfaltet keine Wirksamkeit.

Weiterführende Hinweise

Siehe auch Verwaltungsakt, Ermessen, Nebenbestimmung, Rücknahme eines Verwaltungsakts, Widerruf eines Verwaltungsakts und Widerspruch. Vertiefend: Verwaltungsrecht FAQ, Grundrechte FAQ und Das Grundgesetz.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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